Marsch des Lebens

Hersbruck bis Dachau - 23. bis 26. April 2015

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Im Gedenken an die Opfer der KZ-Todesmärsche

70 Jahre nach dem grauenvollen Todesmarsch von Hersbruck nach Dachau werden wir im Gedenken an die Opfer und auch die Überlebenden des Todesmarsches einen Gedenk- und Versöhnungsmarsch durchführen. Der Marsch wird entlang der Wegstrecke einer der Routen verlaufen, die damals die KZ Gefangenen von Hersbruck nach Dachau laufen mussten. (siehe Routen)

Ablauf & Termine


Kurz-Info:

19.04.2015 - Gedenkmarsch in Nürnberg / 17 Uhr
20.04.2015 - Gedenkmarsch in Fürth / 19 Uhr
23.-26.04.2015 - Gedenkmarsch von Hersbruck bis Dachau in drei Etappen.

BITTE BEACHTEN SIE: Die Uhrzeiten und der Ablauf können sich in Details ändern. Bitte abonnieren Sie den Newsletter, um über Änderungen informiert zu werden.

Märsche Nürnberg & Fürth


Sonntag, 19. April 2015

  • 17:00 - Nürnberg: Der Marsch in Nürnberg geht von der Steintribüne des Zeppelinfelds und endet etwa zwei Stunden später am ehemaligen Bahnhof Märzfeld. (keine Anmeldung erforderlich)

Montag, 20. April 2015

  • 19:00 - Fürth: Der Marsch in Fürth geht von der Geleitsgasse an der ehemaligen Synagoge in Fürth und endet etwa zwei Stunden später am Paradiesbrunnen der Fürther Freiheit. (keine Anmeldung erforderlich)

Marsch Hersbruck bis Dachau


Donnerstag, 23. April 2015

  • 16:45 - Beginn der Auftaktveranstaltung in Hersbruck (keine Anmeldung dafür erforderlich)
    Treffpunkt: 91217 Hersbruck, Amberger Straße 76 (Finanzamt)

Freitag, 24. April 2015

  • 08:45 - Beginn „Marsch des Lebens“ in Etappen
    Treffpunkt: 91217 Hersbruck, Amberger Straße 76 (Finanzamt)

Samstag, 25. April 2015

  • 08:45 - „Marsch des Lebens“ in Etappen
    Treffpunkt: 93309 Kelheim, Niederdörfl 1 (Kellerwiesn)

Sonntag, 26. April 2015

  • 9:30 - Abfahrt Bus (10:00) nach Ampermoching
    Treffpunkt: 93309 Kelheim, Niederdörfl 1 (Kellerwiesn)
  • ca. 12:00 - Marschbegin nach Dachau
    Treffpunkt: 85241 Ampermoching, Dachauer Str. 37 (EDEKA)
  • 15:30 - Gedenkveranstaltung im KZ Dachau
    Treffpunkt: Mahnmal des unbekannten Häftlings (vor dem Krematorium)
  • 17:00 - Fest des Lebens / Ende ca. 19 Uhr
    Treffpunkt: 85757 Karlsfeld, Allacher Straße 1 (Bürgerhaus)

Lesen Sie die PDF
für genauere Details:

Wie funktioniert der Marsch Hersbruck bis Dachau?


Der Marsch von Hersbruck nach Dachau erstreckt sich über vier Tage. Am ersten Tag beginnt alles mit einer Auftaktveranstaltung. Der eigentliche Marsch startet dann am zweiten Tag und endet am vierten Tag in Dachau, wobei der größte Teil der Strecke am zweiten und dritten Tag gelaufen wird.

Die Strecke von Hersbruck nach Dachau ist über 200 km lang, deshalb ist die Route in Teilabschnitte eingeteilt. Jeder Abschnitt hat eine Länge von etwa 10 km. Die Teilnehmer werden in Gruppen aufgeteilt und mit dem Bus zu ihren Startpunkten gebracht. Von dort laufen sie ihren Abschnitt und werden später wieder vom Bus eingesammelt.

Der Marsch endet am vierten Tag in Dachau mit einer Feierstunde in der KZ-Gedenkstätte und einem anschließenden ‚Fest des Lebens‘. Mehr zur Strecke erfahren Sie auf der Seite der Routen.

Um an dem Marsch teilzunehmen, müssen Sie sich anmelden.

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Anmeldung zum Marsch *


Tickets

Mit den Tickets können Sie im Bus mitfahren und genießen Versicherungsschutz. Für die Märsche Nürnberg und Fürth ist keine Anmeldung erforderlich. Erfahren Sie mehr in den FAQs;

Fest des Lebens

Für das Fest des Lebens ist ein Extra-Ticket pro Person erforderlich und kann über die Anmeldung mitbestellt werden. Das Ticket ist nur in Kombination mit einem Ticket für die Marschteilnahme gültig. Mehr dazu in den FAQs;

* INFO: Wir haben die Anmeldung verlängert bis zum Mittwochabend.
* NEU: Wir haben Tickets für das Fest des Lebens übrig - Sie können diese Tickets ab jetzt auch OHNE Marschticket nutzen.

FAQ


Kann ich …
… am Fest des Lebens teilnehmen ohne Ticket für den Marsch?

Ja und nein - das Ticket für das Fest des Lebens ist nur in Kombination mit einem Marsch-Ticket gültig. Aber: Falls Fest-Tickets übrig bleiben sollten, verteilen wir diese aber gerne - darüber informieren wir Sie über den Email-Newsletter.

… auf den Bus verzichten?

Prinzipiell ja, aber wir empfehlen Ihnen den Bus zu nutzen, wenn Sie ein Ticket erworben haben. Warum? Die Marschstrecke ist in Etappen eingeteilt. Der Bus bringt Sie vom gemeinsamen Treffpunkt zu Ihrer Etappe und holt Sie später von Ihrem Etappen-Ziel wieder ab. Ohne Bus müssten Sie sich einen Fahrer dafür organisieren.

… mitmarschieren ohen Tickets?

Ja, Sie können am Marsch auch OHNE Ticket teilnehmen. Dadurch entfällt aber der Anspruch auf die Busfahrt und es besteht kein Versicherungsschutz über den Veranstalter, d.h., Sie marschieren eigenverantwortlich im rechtlichen wie im praktischen Sinn. Wir empfehlen Ihnen daher ein Ticket zu erwerben.

… auch nur an manchen Tagen mitmarschieren?

Ja, sie können Ihre Teilnahme frei gestalten. Sie müssen aber ggf. die Anfahrt bzw. Rückfahrt selbst in die Hand nehmen. Informieren Sie sich daher vorher über die Busfahrt im Ablaufplan.

… nur zur Gedenkveranstaltung in Dachau kommen?

Ja, die Gedenkveranstaltung ist frei und wird von mehreren Märschen veranstaltet. Ohne Ticket fehlt Ihnen aber der Versicherungsanspruch und Sie können nicht im Bus mitfahren.

Warum kostet die Teilnahme etwas?

Wir betreiben den Marsch nicht gewinnorientiert. Prinzipiell können Sie auch ohne Ticket eigenverantwortlich mitmarschieren. Der Ticketpreis ist dazu da, die Kosten für die Versicherung der Teilnehmer mit Ticket, deren Busfahrt, die Kosten für die Marschorganisation, die Miete für den Festsaal und die Festorganisation zu begleichen. Die Ticketpreise decken die Gesamtkosten aber nicht, weshalb wir weiter auf Spenden setzen.

Wo finde ich mehr zum Ablauf?

Mehr zum Ablauf finden Sie im Ablaufplan: Ablauf downloaden ↓

Haben Sie Werbematerialien?

Möchten Sie Freunde einladen? Wir haben unseren Flyer auch als PDF für Sie: Flyer downloaden ↓

Vision


Ziele des Marsches

Der Marsch des Lebens steht ...

  • für Versöhnung zwischen den Nachkommen der Täter- und der Opfergeneration.
  • für die Aufarbeitung der Vergangenheit und gegen das Vergessen.
  • für die Ehrung der Holocaustopfer und der Holocaustüberlebenden.
  • für Israel und für ein unüberhörbares “Nie wieder!” gegen den Antisemitismus heute.
  • nie wieder schweigen.

Wofür steht der Marsch des Lebens

Der Marsch des Lebens steht für die Aufarbeitung der Vergangenheit, für Vergebung und Versöhnung sowie für eine deutliche Stellungnahme gegen Antisemitismus und für Israel.

Die Initiative „Marsch des Lebens“ steht für Gedenk- und Versöhnungsmärsche, die in den letzten Jahren in mehr als 80 Städten in zwölf Ländern durchgeführt wurden, darunter in Polen, Lettland, Litauen, der Ukraine und Deutschland sowie in zahlreichen Städten in den USA und Lateinamerika. Im Rahmen der Versöhnungsmärsche wurden große Veranstaltungen mit Vertretern des öffentlichen Lebens und zahlreichen Teilnehmern durchgeführt.

Im November 2011 wurde die Initiative des „Marsch des Lebens“ in der israelischen Knesset für ihren besonderen Dienst an Holocaustüberlebenden ausgezeichnet

Initiatoren der Initiative sind Jobst und Charlotte Bittner. Im Jahr 2007 starteten sie mit dem ersten „Marsch des Lebens“, der sich in den folgenden Jahren in den USA und anderen Länder ausbreitete.

Ein Marsch des Lebens ist keine politische Demonstration, sondern eine Gebets- und Gedenkveranstaltung, der in Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden/Kirchen, interessierten Vereinen/Initiativen und jüdischen Gemeinden/Gemeinschaften durchgeführt wird.

Geschichte


Der Todesmarsch 1945

Anfang April 1945 wurden von Hersbruck zwischen 1200 bis 1600 kranke Häftlinge in Güterwaggons in das KZ Dachau transportiert. Die verbliebenen Häftlinge wurden zwischen dem 8. und 14. April 1945 zu Fuß in fünf Kolonnen mit je 600 Gefangenen in Marsch gesetzt. Die Ernährung war völlig unzureichend. Häftlinge, die vor Erschöpfung nicht weiter konnten, wurden unterwegs zurückgelassen oder erschossen. Nur wenigen gelang die Flucht.

Vier Kolonnen mit 2103 Menschen erreichten bis zum 26. April das KZ Dachau. Die fünfte Kolonne wurde in Schmidmühlen von den Amerikanern befreit. Die Zahl der auf dem Todesmarsch an Erschöpfung gestorbenen oder ermordeten Häftlinge ist nicht bekannt.

Vergessen ist mangelnder Respekt vor den Leiden der Opfer.

Zitat einer spanischen Fernsehmoderatorin

Vittore Bocchetta

Überlebender des KZ Hersbruck und Zeitzeuge

"Ich spreche nicht gerne über meine Erinnerungen, aber ich hatte die Möglichkeit, sie malen zu können. Und ich zeige euch die Werke, damit ihr diese Dinge niemals vergessen könnt. Das ist mein bescheidener Betrag. Aber ich werde es nie schaffen und ich glaube auch, dass kein Künstler es je schaffen wird, das, was ich gesehen habe, darzustellen."

Ljubisa Letic

Überlebender des KZ Hersbruck und Zeitzeuge

„Unterwegs gab es nichts zu essen. Jeder schaute, wie er zurecht kam. Wir aßen Gras und als Fleisch gab es glitschige Schnecken, die wir mit dem Löffel aus dem Schneckenhaus zogen und lebendig verschlangen. Sie schmeckten ekelhaft, aber wir mussten es tun um einigermaßen bei Kräften zu bleiben. - Der Fußmarsch verlangte von uns höchste Anstrengungen, die Strapazen waren enorm, viele in der Kolonne brachen einfach zusammen. Die SS-Leute schoben die Entkräfteten aus der Kolonne, erschossen sie auf der Stelle, und die Kolonne zog weiter.“ Ljubisa Letic verstarb am 07.06.2014 im Alter von 88 Jahren in Novi Sad.

Prof. Vittore Bocchetta - Ohne Namen - Mai 2007

Spenden


Mit Ihrer Spende helfen Sie, den Marsch des Lebens zu organisieren. Wir freuen uns über Ihren Beitrag. Vielen Dank & Gottes Segen.

Spendenkonto:
  • EsraAir Josua-Mission e. V.
  • Bank: Evangelische Bank
  • IBAN: DE28 5206 0410 0103 5098 50
  • BIC: GENODEF1EK1
  • Zweck: spende

(EsraAir Josua-Mission e. V. verwaltet im Auftrag von Marsch des Lebens - Hersbruck bis Dachau die Spenden und Zahlungsabwicklung.)

WICHTIG:

EsraAir Josua-Mission e. V. ist beim Finanzamt Nürnberg gemeinnützig anerkannt. Spenden und Zuwendungen an den Verein sind steuerabzugsfähig. Wenn Sie im Verwendungszweck Ihrer Überweisung Ihre Adresse hinterlassen, bekommen Sie Anfang des nächsten Jahres für Ihre Spenden des vergangenen Jahres eine Spendenbescheinigung. Wir schicken sie Ihnen per Post zu.

Kontakt


Wenn Sie mehr über den Marsch des Lebens von Hersbruck nach Dachau erfahren möchten oder einfach in Kontakt treten wollen, erreichen Sie uns ganz einfach über E-Mail:

Claudia Skibitzki: 0911 72 97 12